Durch den massiven Wandel, den die Arbeitswelt aktuell durchläuft, bedarf es eines radikalen Umdenkens und eines flexibleren Bildungssystems. Studenten von heute gehören schon lange nicht mehr nur zur Gruppierung der 18-22 Jährigen, die überwiegend auf dem Uni Campus zu finden sind. In der Ära von Netflix und Online Shopping ist es an der Zeit, dass ein Bildungssystem entsteht, das flexibel, leicht zugänglich und bezahlbar ist, ob durch das Streaming von Kursen auf dem Laptop oder durch Präsenzkurse.

Hochschulbildung braucht ein Neudenken um den Herausforderungen des digitalen Wandels gerecht zu werden

Durch den massiven Wandel, den die Arbeitswelt aktuell durchläuft, bedarf es eines radikalen Umdenkens und eines flexibleren Bildungssystems. Studenten von heute gehören schon lange nicht mehr nur zur Gruppierung der 18-22 Jährigen, die überwiegend auf dem Uni Campus zu finden sind. In der Ära von Netflix und Online Shopping ist es an der Zeit, dass ein Bildungssystem entsteht, das flexibel, leicht zugänglich und bezahlbar ist, ob durch das Streaming von Kursen auf dem Laptop oder durch Präsenzkurse.

Übersetzung aus "Higher Education Needs a Re-think to Train Tomorrow’s Workforce" von Anant Agarwal – Anant Agarwal ist ein Professor des Instituts für Technologie Massachusetts und CEO von der Online-Learning-Plattform Open edX.

Die englische Version können Sie auch hier auf dem Open edX Blog lesen oder die originale Version, welche auf OZY veröffentlicht wurde.

Hochschulbildung ist reif für einen Wandel

Heutzutage gehen Studenten mit 18 an die Uni, verbringen dann vier bis sechs Jahre dort, absolvieren dann ihren Hochschulabschluss, an diesem Punkt oft hoch verschuldet. Und falls Sie sich doch trauen einen anderen Weg einzuschlagen, wird das oft als Misserfolg angesehen. Es muss einen besseren Weg geben! Hochschulbildung ist reif für einen Wandel - durch Technologie, die es Online-Bildung ermöglicht, eine ebenso relevante wie überzeugende Option wie ein klassisches Unistudium zu werden. Das führt uns zu “Blended Learning”, bei dem Online-Learning und Präsenzbildung koexistieren. Der Schlüssel zu dieser Zukunftsvision: Massive Open Online Courses (MOOCs).

MOOCs und “Credit-Grade-Rating”

MOOCs sind kein neues Konzept, es gibt sie seit fast sechs Jahren. Aber das Potenzial von MOOCs, eine große Anzahl von Menschen auf skalierbare Weise für wenig Geld auszubilden, ist immer noch unglaublich wichtig, relevant und bedeutungsvoll, und fängt gerade erst an geschätzt zu werden. Die nächste Phase von MOOCs und die damit verbundene Innovation, auf die wir momentan sehr gespannt sind, sind Kurse und Programme, die Wege anbieten, um an einer Hochschule “Credits” zu bekommen, d.h. offiziell anerkannt werden. Diese Vision kann durch die Kombination von Online- und Präsenzkursen Realität werden.

Um Online-Learning mit “Credit-Grade-Rating” anbieten zu können, muss der jeweilige Anbieter über eine Plattform mit hoher akademischer Integrität verfügen, die hohe Standards einhält und strenge Bewertungen ermöglicht. Dies könnte die Integration von virtuellem Proctoring, Hand-Grading und Peer-Grading, sowie innovativen und umfassenden Bewertungen umfassen, die weit über Multiple-Choice hinausgehen. Neue Partnerschaften zwischen Universitäten und Online-Plattformen müssen ebenfalls entwickelt werden, um solche innovativen Modelle zu unterstützen.

Mehr Möglichkeiten mit MOOCs 

Ein gutes Beispiel dafür ist das Credit-Grade MOOC Programm “MITx’s Supply Chain Management MicroMasters Program”, das auf einer Credit-Grade Plattform angeboten wird und das Pilotprogramm der MicroMasters Initiative auf edX bildete. Aus der Gruppe der MicroMasters Studenten, die ihre Zeugnisse im Juni 2017 erhielten, ermöglichte MIT 40 Studenten den Eintritt in den traditionellen On-Campus Studiengang. Diesen MicroMasters Studenten wird es ermöglicht, das On-Campus Master Programm in der halben Zeit und für die Hälfte der Kosten zu absolvieren.

Es könnte kaum spannender sein! Programme dieser Art überwinden die Hürden, die von der Hochschulbildung gesteckt wurden, in dem sie sich vom traditionellen “one size fits all” Modell abwenden. Je mehr Hochschulen und Unis anfangen MOOCs als gleichwertig zu herkömmlichen Kursen und Studiengängen zu bewerten, werden die Möglichkeiten zu mehr Modularität wachsen und Lernende mehr Möglichkeiten bieten.

Es gibt drei Möglichkeiten, um die aktuellen innovative Ansätze zu realisieren: durch die richtige Mischung von Präsenzkursen und digitaler Unterstützung.

Komplette Online Kurse mit „blendend credentials“

Master Programme, die komplett online sind und aufeinander aufbauende „Credits“ ermöglichen, sind aktuell DIE große Innovation im Bereich des Online Learning.

Der bahnbrechende Online-Kurs “Master of Science in Analytics” der Georgia Tech, in Partnerschaft mit edX, ermöglicht es den Lernenden einen Master-Abschluss für weniger als $10,000 zu erlangen (Anm, d. Red.: Was für ein amerikanisches Studium verhältnismäßig wenig ist!). Studenten absolvieren ein “MicroMasters Credential” (d.h. einen der Bausteine), der c.a. 30 Prozent des gesamten Studiengangs ausmacht. Während es einigen der Studenten dadurch möglich wird in die Arbeitswelt einzusteigen, benutzen andere diesen Baustein, um damit den gesamten Studiengang zu absolvieren. Das bedeutet dann, dass weitere Online-Kurse erfolgreich besucht werden müssen, um das Studium komplett abzuschließen.

Dieses Aufsplitten eines vollen Master Studiums in MicroMasters Komponenten ermöglicht den Lernenden mehrere Optionen und Zugang zu Weiterbildung, und als Konsequenz daraus eine erfolgreiche Karriere.

Online-Learning verbunden mit Präsenztagen

Um die oft übervollen Stundenpläne vieler Studenten zu entzerren, führte das MIT kürzlich ein Experiment durch, bei dem es seinen Studenten eine komplette Online Version des sehr populären On-Campus Kurses „Circuits and Electronics“ zur Verfügung stellte, der dann regulär als Teil eines Studiengangs angerechnet werden konnte. Das Ergebnis? Die Studenten schnitten nicht nur gut ab, sondern fühlten sich durch das daraus entstandene flexiblere Zeitmanagement insgesamt entspannter. Viele andere Universitäten haben mittlerweile angefangen das Konzept des „online-while-on-campus“ umzusetzen, das automatisch immer mehr Hochschulen den Weg zu einer neuen Art der Wissensvermittlung ebnet, und sowohl für Studenten als auch für die Bildungsträger selbst von Vorteil sein wird.

Kombination aus Online und Offline

Die offizielle Anerkennung von Online-Kursen mit dem Ziel Teil eines Hochschulstudiums zu werden ist eine weitere Option, die nicht nur die Art der Wissensvermittlung beeinflusst, sondern auch einen umgekehrten Zulassungsprozess mit sich bringt. Die „Global Freshman Academy” und das „MicroMasters Program“, beide über edX belegbar, sind passende Beispiele dieser Mischung von Online & Offline. Diese Art von Studiengängen ermöglicht es Universitäten, die Leistung eines Studenten über ein „Online Credential Program“ zu erfassen, das sowohl das Engagement des Lernenden zeigt, als auch die Fähigkeit, schwierige Inhalte zu bearbeiten und ein sich anschließendes On-Campus Programm erfolgreich abzuschließen. Studenten profitieren zudem von einem umgekehrten Zulassungsprozess, da Sie zu Beginn erst einmal eine Anzahl an Online Kurses zu geringen Kosten besuchen können, bevor Sie dann die Entscheidung zu einem kompletten Studium treffen müssen, das erfahrungsgemäß viel Zeit und Geld in Anspruch nehmen wird.

Die aufgezeigten Möglichkeiten sind nur einige von vielen Beispielen, die anschaulich darstellen, wie das Thema Bildung aktuell einen signifikanten Wandel durchläuft. Das Potenzial von MOOCs ist noch lange nicht ausgeschöpft, und ich freue mich darauf aktiv an der weiteren Entwicklung teilhaben zu dürfen!


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