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Learntec 2026: Unsere Höhepunkte vom Open edX® Stand

Image of the Abstract-Technology team at the Learntec 2026

Abstract-TechnologyEdly & Raccoongang

Die Learntec 2026 liegt nun hinter uns, und zuallererst möchten wir uns bei allen bedanken, die unseren Stand besucht haben – bei denen, die gekommen sind, um mehr über  Open edX zu erfahren, um alte Kontakte aufzufrischen, und insbesondere bei unseren deutschen Partnern, Kunden und Netzwerkkontakten, die uns großzügig ihre Eindrücke von der Messe, ihre Ansichten zur Technologie und die Dinge, die ihnen besonders aufgefallen sind, mitgeteilt haben. Dieses gemeinsame Feedback bildet das Rückgrat dieses Berichts.

35 Jahre Learntec

Diese Ausgabe markierte das 35-jährige Jubiläum einer der etabliertesten Veranstaltungen für digitale Bildung in Europa – mit 340 Ausstellern aus 20 Ländern und zwei parallel stattfindenden Formaten. Die Fachmesse bot praktische Einblicke in die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Lernmanagement, Extended Reality und KI-gestützte Schulungslösungen. Der Kongress ging noch tiefer ins Detail und bot strategische Sitzungen zum Thema KI-Bereitschaft, darunter internationale Keynotes von Laura Overton und Andrew Smith

Wir haben auch auf unsere eigene Geschichte mit der Learntec zurückgeblickt: Unser erster Besuch fand 2018 gemeinsam mit  Patrick Neubert von Polarstern Education statt. Es ist bemerkenswert zu sehen, wie sich seine Arbeit seitdem zu AcademyOS weiterentwickelt hat. Patrick, du bist nach wie vor eine wichtige und glaubwürdige Stimme im deutschen EdTech-Ökosystem – wir sind stolz darauf, dass unsere Zusammenarbeit weitergeht.

The delina banner 2026 at the Learntec 2026

DELINA-Awards 2026

Ein Highlight jeder Learntec ist der DELINA-Award, eine von Sunna Eichler geleitete Initiative, die herausragende digitale Bildungsprojekte in vier Kategorien auszeichnet.

Die diesjährigen Preisträger waren:

  • Neue Grundschule Potsdam für ihren „KI-Kompass Grundschule“, der KI didaktisch in der Grundschulbildung verankert und so selbstgesteuertes Lernen bereits von frühester Stufe an fördert.
  • Das ZHAW Zentrum für Innovative Didaktik in der Kategorie „Hochschulbildung“ für das „Educational Design Toolkit myScripting“, ein kollaboratives, evidenzbasiertes Tool zur Gestaltung digitaler Lernumgebungen.
  • Die Bayerische Verwaltungsschule für ihr „Digital Learning Lab“, das durch die durchdachte Integration von KI, VR und hybriden Formaten neue Maßstäbe für eine moderne Lernkultur im öffentlichen Sektor setzt.
  • Das Memorium Nürnberger Prozesse in der Kategorie „Gesellschaft & Lebenslanges Lernen“ für das Serious Game „Tribunal 45 – Working on Justice“, das historische Tiefe mit interaktivem Wissenstransfer verbindet.

Besonders hervorheben möchten wir den Gewinner im Bereich Hochschulbildung. myScripting (https://myscripting.zhaw.ch) ist ein elektronisches Hilfswerkzeug zur Strukturierung von Lehrprozessen, mit dem Lehrende Präsenz-, Blended-Learning- und Online-Kurse schnell und systematisch gestalten können. Herzlichen Glückwunsch an Prof. Dr. Claude Müller Werder und das gesamte Team. Entscheidend ist, dass das Tool Open Source ist – wenn Sie als Kursentwickler auf Open edX arbeiten, empfehlen wir Ihnen, es sich einmal anzusehen. Nochmals vielen Dank, Prof. Dr. Claude Müller Werder, dass Sie etwas geschaffen haben, das die gesamte Community nutzen kann.

Hervorheben möchten wir außerdem den Vortrag zum Erasmus+-Projekt „ GamesonBoard“, der dem Kongressprogramm eine wertvolle Perspektive zum spielbasierten Lernen verlieh.

CEO Stefania Trabucchi with Interaktiv GmbH and Talentbrücke at the Learntec 2026

Das zentrale Thema: Künstliche Intelligenz – überall, für alles

Es überrascht nicht, dass KI die Gespräche auf der Learntec 2026 dominierte. Jede Lösung auf der Messe enthielt ausnahmslos eine KI-Komponente – sei es in Schulen, Unternehmensakademien oder Universitäten. Die Themen reichten von KI als universellem Assistenten über Vorurteile in der Bildungs-KI bis hin zu autonomen Agenten für betriebliche Effizienz, Robotik, die Erstellung von Inhalten und Videos, Bildgenerierung, Übersetzung und adaptive Personalisierung. Eine besonders beeindruckende Anwendung war die Echtzeit-Übersetzung des gesamten Learntec-Programms, die mithilfe KI-gestützter Videotools bereitgestellt wurde.

Stefania Trabucchi with the conference theme banner

Doch hinter all der Begeisterung schwang durchweg eine kritischere Frage mit: Wohin steuern wir eigentlich?

Wir können bereits einen KI-Agenten entwickeln, der sich in unserem Namen anmeldet, unsere Teilnahme bestätigt, unsere Ergebnisse sammelt und unsere Zertifikate abruft. Das ist keine Hypothese – das gibt es bereits heute. Und es wirft eine grundlegende Frage auf: Wenn KI für uns lernt, was passiert dann mit dem echten Lernen? Wir sind fasziniert davon, was KI leisten kann, aber wir stehen der Frage, was die Abhängigkeit von ihr bedeutet, noch nicht kritisch genug gegenüber – insbesondere da die großen Akteure unweigerlich die Preise für eine Technologie erhöhen werden, die bislang stark subventioniert war. Der Zugang zu KI wird nicht universell bleiben, und wenn Bildung von kostspieligen proprietären Systemen abhängig wird, läuft sie Gefahr, zu einer weiteren Trennlinie in der Gesellschaft zu werden.

Die pädagogische Antwort liegt unserer Ansicht nach in einer regulierten, transparenten Nutzung. Wir müssen wissen, woher die Daten stammen und wie sie verwendet werden. Wir müssen in der Lage sein, kleinere, zweckgebundene Sprachmodelle für den Bildungsbereich zu entwickeln. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Kommunikation stillschweigend gesammelt wird, um kommerzielle Systeme zu trainieren. Und vor allem brauchen wir eine lebendige, sich weiterentwickelnde Lernkultur – eine, die menschliche Fähigkeiten fördert, nicht nur die Fähigkeiten der KI.

Our booth at the Learntec 2026 with other Open edX Provider

Das LMS: transformiert, nicht ersetzt

Eine der deutlichsten Erkenntnisse aus den diesjährigen Gesprächen bestätigt, was wir bereits seit einiger Zeit beobachten: Generative KI ersetzt das LMS nicht – sie verändert vielmehr dessen Funktionsweise. Bildungseinrichtungen benötigen nach wie vor eine Plattform, die Kurse organisiert, den Zugriff steuert, Noten verwaltet und sich in umgebende Systeme integrieren lässt. Bislang gibt es keine glaubwürdige Alternative, die all dies abdeckt. Was sich verändert, ist das, was das LMS ermöglicht: KI-gestütztes Feedback, automatisierte Kursgestaltung, Lernanalysen in Echtzeit.

Die Plattformebene wird zudem zum wichtigsten Kanal, über den KI Studierende, Lernende, Lehrende und Bildungseinrichtungen erreicht – was bedeutet, dass die strategische Bedeutung des LMS zugenommen hat, nicht abgenommen. Wie die LMS-Marktanalyse vom Frühjahr 2026 von Phil Hill & Associates feststellt, schützt diese strukturelle Position die Kategorie, auch wenn einzelne Anbieter unter Druck stehen.

Auch die Verbreitung des Online-Lernens verläuft in Europa weiterhin sehr uneinheitlich. Die Niederlande, Spanien und Skandinavien weisen die höchsten Quoten auf, während Frankreich, Italien und Deutschland weiterhin hinterherhinken. Länder mit einer starken Online-Lernkultur vor der Pandemie haben diese während und nach der Pandemie weiter ausgebaut; Länder mit einem niedrigen Ausgangsniveau verzeichneten einen vorübergehenden Anstieg, gefolgt von einem Rückgang. Dies prägt die Nachfrage nach LMS – und die damit verbundenen Chancen – in den verschiedenen Teilregionen sehr unterschiedlich.

Our booth at the Learntec 2026 with our Sales Manager Jaimin Pavashiya

KI im LMS: Meist nur oberflächlich und selten im Kern integriert

Im direkten Gespräch mit Besuchern, Ausstellern und LMS-Anbietern auf der Messe ließ sich ein Muster nicht übersehen: Zwar ist KI in praktisch jeder Plattform vorhanden, doch ist ihre Tiefe nach wie vor überraschend begrenzt.

Der vorherrschende Anwendungsfall? Chatbots und Assistenten. Reaktive Tools, die die Fragen der Lernenden beantworten, relevante Inhalte anzeigen oder jemanden ansprechen, der in Verzug geraten ist. Sicherlich nützlich – aber nicht transformativ.

Die ausgefeilteren Funktionen – adaptive Lernpfade, prädiktive Analysen zur Abbruchgefahr, wirklich personalisierte Bewertungen, die sich in Echtzeit weiterentwickeln – bleiben in der Praxis weitgehend Wunschvorstellungen oder sind nur in frühen, demo-reifen Implementierungen verfügbar.

Bezeichnenderweise waren die überwiegende Mehrheit der vorgestellten KI-Funktionen auf die Anbieterseite des Lernens ausgerichtet: Sie helfen Autoren dabei, Kursinhalte schneller zu erstellen, bieten Lehrkräften bessere Dashboards zur Verfolgung der Lernbeteiligung und verschaffen Administratoren Effizienzgewinne bei der Compliance-Berichterstattung und der Benutzerverwaltung. Das sind echte Vorteile, die wir nicht außer Acht lassen. Doch der Lernende – die Person, der das gesamte System eigentlich dienen soll – bleibt weitgehend der Empfänger von KI-Entscheidungen, in die er keinen Einblick hat und auf die er keinen Einfluss ausüben kann.

Dies ist keine Kritik an den Anbietern. Es spiegelt lediglich die aktuelle Marktsituation wider. Beschaffungsentscheidungen werden in den meisten Organisationen von L&D-Managern und Plattformadministratoren getroffen, nicht von den Lernenden. Daher ist es nur natürlich, dass Investitionen in KI dieser Entscheidungslogik folgen. Es lohnt sich jedoch, dies klar zu benennen: Die KI in den meisten LMS-Plattformen ist heute für diejenigen konzipiert, die Lerninhalte erstellen und verwalten, und nicht in erster Linie für diejenigen, die lernen. Diese Lücke zu schließen, ist unserer Ansicht nach die wichtigste Herausforderung für die nächste Phase der LMS-Entwicklung – und genau hier ist Open edX mit seiner Flexibilität und offenen Architektur besonders gut positioniert, um eine Vorreiterrolle einzunehmen.

robots at the learntec 2026

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Abstract-Technology GmbH is a Berlin-based EdTech company and a leading Open edX services provider, supporting institutions, universities and organisations worldwide in building, deploying and scaling open-source learning platforms.

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